Alkohol am Steuer und die Konsequenzen im aktuellen Bußgeldkatalog 2018

Alkohol am Steuer kann schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen

Im Volksmund ist es allgemein bekannt, dass das Fahren unter Einfluss von Alkohol die Fahrtüchtigkeit des Einzelnen beeinflusst. Alkohol am Steuer gefährdet die Sicherheit im Straßenverkehr und stellt eine Gefahr für Leib und Leben anderer Verkehrsteilnehmer dar.

Somit wird nicht nur das Verkehrsrecht verletzt, sondern auch das Strafrecht. Solch ein Verhalten wird je nach Einflussnahme und Auswirkung im Straßenverkehr als Vergehen oder als Ordnungswidrigkeit bestraft.

Fährt man ein Fahrzeug mit bis zu 0,49 ‰, ohne Ausfallerscheinungen und Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, dann geht man straffrei aus. Fährt man aber ab 0,3 ‰ mit Ausfallerscheinungen und gefährdet andere Verkehrsteilnehmer, dann können hohe Bußgelder, Punkte in Flensburg, Führerscheinentzug bis hin zu Freiheitsstrafen die Folge sein. Das Strafmaß ist also variabel und es kommt immer auf die jeweilige Situation an, inwieweit ein Alkoholverstoß festgestellt und geahndet wird.

Bußgeldkatalog | Alkohol am Steuer

0,0 - 0,49 PromilleBuß­geldPunkteFahr­verbotWeitere Konse­quenzenEinspruch­möglichkeiten
ohne Ausfall­er­scheinungen-----
ohne Gefähr­dung-----
ohne Unfall­folge-----
über 0,29 PromilleUnser Tipp
ohne Ausfall­er­scheinungenvariabelvariabelvariabelvariabelÜberprüfen
mit Gefähr­dungvariabel3jaFührer­schein­entzug, Geld­strafe, Freiheits­strafe (möglich)Überprüfen
mit Unfall­folgevariabel3jaFührer­schein­entzug, Geld­strafe, Freiheits­strafe (möglich)Überprüfen
über 0,49 PromilleUnser Tipp
1. Verstoß gegen 0,5 Promille­grenze500 €21 MonatvariabelÜberprüfen
2. Verstoß gegen 0,5 Promille­grenze1000 €23 MonatevariabelÜberprüfen
3. Verstoß gegen 0,5 Promille­grenze1500 €23 MonatevariabelÜberprüfen
ProbezeitUnser Tipp
über 0,0 Promille250 €13 MonatevariabelÜberprüfen

Bußgeldkatalog | Alkohol am Steuer

0,0 - 0,49 PromilleEinspruch­möglichkeit
ohne Ausfall­er­scheinungenBuß­geld--
Punkte-
Fahr­verbot-
Weitere Konse­quenzen-
ohne Gefähr­dungBuß­geld--
Punkte-
Fahr­verbot-
Weitere Konse­quenzen-
ohne Unfall­folgeBuß­geld--
Punkte-
Fahr­verbot-
Weitere Konse­quenzen-
über 0,29 PromilleUnser Tipp
ohne Ausfall­er­scheinungenBuß­geldvariabelÜberprüfen
Punktevariabel
Fahr­verbotvariabel
Weitere Konse­quenzenvariabel
mit Gefähr­dungBuß­geldvariabelÜberprüfen
Punkte3
Fahr­verbotja
Weitere Konse­quenzenFührer­schein­entzug, Geld­strafe, Freiheits­strafe (möglich)
mit Unfall­folgeBuß­geldvariabelÜberprüfen
Punkte3
Fahr­verbotja
Weitere Konse­quenzenFührer­schein­entzug, Geld­strafe, Freiheits­strafe (möglich)
über 0,49 PromilleUnser Tipp
1. Verstoß gegen 0,5 Promille­grenzeBuß­geld500 €Überprüfen
Punkte2
Fahr­verbot1 Monat
Weitere Konse­quenzenvariabel
2. Verstoß gegen 0,5 Promille­grenzeBuß­geld1000 €Überprüfen
Punkte2
Fahr­verbot3 Monate
Weitere Konse­quenzenvariabel
3. Verstoß gegen 0,5 Promille­grenzeBuß­geld1500 €Überprüfen
Punkte2
Fahr­verbot3 Monate
Weitere Konse­quenzenvariabel
ProbezeitUnser Tipp
über 0,0 PromilleBuß­geld250 €Überprüfen
Punkte1
Fahr­verbot3 Monate
Weitere Konse­quenzenvariabel

Die Maßregelungen und strafrechtlichen Konsequenzen bei der Missachtung der rechtlich bestimmten Blutalkoholkonzentration bauen auf den § 316 StGB auf, indem hervorgeht (Zitat):

Zitat:

316 StGB Trunkenheit im Verkehr:Wer im Verkehr (§§ 315 bis 315d) ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 315a oder § 315c mit Strafe bedroht ist.

Trunkenheit am Steuer und die damit einhergehende Beschränkung des Sehvermögens, auch Tunnelblick genannt.

Trunkenheit am Steuer und die Wahrnehmungsdefizite Schon ein Feierabendbierchen kann einem Fahrer zum Verhängnis werden, da geringe Mengen Alkohol bereits die Reaktionszeit, die Wahrnehmungs- und Bewegungsfähigkeiten eines Menschen negativ beeinflusst. Als beste Lösung gilt natürlich, dass Sie als Fahrzeugführer keinen Alkohol vor der Fahrt konsumieren. Alkohol am Steuer ist die Ursache vieler Verkehrsunfälle, daher werden die Strafen bei einem Alkoholverstoß hoch angesetzt. Die empfindlichen Strafen können sich aus einem hohen Bußgeld, Punkten in Flensburg sowie einem Fahrverbot zusammensetzen. Da bei Trunkenheit am Steuer auch das Strafrecht verletzt werden kann, können selbst Gefängnisstrafen verhängt werden.

Die Zahlen der zu Tode kommenden Menschen durch einen Unfall unter Alkoholeinfluss sind immer noch erschreckend groß.

Alkohol und die Auswirkungen auf den Körper

Promillegrenzen die bei Nichteinhalten als Alkoholverstoß gelten

Warnung: Trinkt kein Alkohol vor einer Autofahrt

Verständlicherweise wird Alkohol am Steuer in Deutschland schwer bestraft, da die daraus resultierende Wahrnehmungsbeschränkungen ein erhebliches Gefahrenpotenzial im Straßenverkehr mit sich bringen.

Fährt man betrunken Auto, ist die Sehleistung beschränkt und man hat einen sogenannten Tunnelblick. Auch verlängert sich die Reaktionszeit eines alkoholisierten Fahrers gravierend.

Schon bei einer Menge von 0,8 Promille verringert sich die Reaktionszeit eines Fahrers um die Hälfte. Fahrer mit solch einer Beeinträchtigung bringen sich selbst wie auch andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr.

Generell erhalten Fahrer mit einem Promillewert bis zu 0,49 Promille keine Ordnungsstrafe, jedoch nur, wenn man keine Ausfallerscheinungen aufzeigt, oder an einem Unfall beteiligt war. Ein Promillewert ab 0,5 bis 1,09 Promille zählt schon als eine Ordnungswidrigkeit. Fährt man ein Kraftfahrzeug mit 1,1 Promille oder mehr, gilt dies selbst als eine Straftat. Ein Fahrer mit einem Promillewert knapp unter 1,1 ‰ kann sich allerdings auch nicht sicher sein, dass sein Alkoholverstoß lediglich als Ordnungswidrigkeit eingestuft wird und nicht sogar auch als Straftat. Hat ein Kraftfahrzeugfahrer mit einem Promillewert von unter 1,1 ‰ den Verkehr gefährdet, oder einen Unfall verursacht und wird als fahruntauglich eingestuft, dann können Sanktionen wie bei einem Alkoholverstoß über 1,1 Promille verhängt werden. Bei einem Messwert von 1,6 Promille kommt nicht nur eine hohe Sanktion der Straftat auf Sie zu, sondern zu dem noch eine Anordnung der medizinisch-psychologischen Untersuchung, der sogenannten MPU.

Alkohol am Steuer für Fahranfänger in der Probezeit

Gerade jüngere Fahrer gehören zu denen, die gefährdet sind eher ein Unfall zu verursachen und gerade durch den Konsum von Alkohol wächst diese Gefahr noch mehr. Junge Menschen schätzen ihre Fähigkeiten oft auch ohne den Konsum von Alkohol falsch ein. Für Fahrer in der Probezeit, die das 21. Lebensjahren noch nicht vollendet haben gilt eine Null-Promille-Regelung, um die Euphorie vom neu erworbenen Führerschein in Grenzen zu halten und anderen Verkehrsteilnehmern Sicherheit im Straßenverkehr zu gewähren. Solch ein absolutes Alkoholverbot am Steuer für Fahranfänger in der Probezeit bzw. Fahranfänger bis zu 21 Jahren soll gefahrensenkend wirken. Unerfahrene Fahrer sollen so eine größere Sorgfaltspflicht gegenüber sich und anderen Verkehrsteilnehmern aufzeigen. Ein Verstoß gegen die 0,0 Promillegrenze für Fahranfänger in der Probezeit, die unter 21. Jahre alt sind, gilt im Verkehrsrecht als ein Verstoß der Kategorie A (schwerwiegender Verstoß). Zur Kategorie A gehören unter anderem noch die Gefährdung des Straßenverkehrs, eine zu hohe Geschwindigkeit sowie ein zu geringer Sicherheitsabstand. Wer sich trotz der Null-Promille-Regelung ordnungswidrig verhält und alkoholisiert ein Fahrzeug führt, auf den kommt ein Bußgeld in Höhe von 250 €, ein Punkt in Flensburg, eine Verlängerung der Probezeit um weitere zwei Jahre sowie die Teilnahme an einem kostenpflichtigen Aufbauseminar zu. Die Erteilung eines Fahrverbots ist normalerweise nicht vorgesehen. Bis zur Vollendung des 21. Lebensjahrs gilt ausnahmslos die Null-Promille-Regelung, hinterher tritt die Begrenzung von 0,5 Promille in Kraft.

Alkoholisierte Radfahrer

Auch Fahrradfahrer sollten sehr vorsichtig sein, wenn sie alkoholisiert fahren, denn gerade Fahrradfahrer gelten als besonders gefährdet im Straßenverkehr. Statistisch gesehen sind Radfahrer öfters an alkoholbedingten Unfällen beteiligt als Autofahrer und dürfen laut Gesetz mit einem Promillewert bis zu 1,59 Promille noch fahren. Vorausgesetzt, sie erweisen sich noch als fahrtüchtig und verursachen keinen Unfall. Falls jedoch ein Unfall einem betrunkenen Fahrradfahrer verschuldet ist, oder dieser anhand seines Fahrverhaltens als fahruntauglich eingestuft wird, kann schon ab einem Promillewert von 0,3 ‰, Alkohol am Steuer eines Fahrrads als Straftat eingestuft werden. Obendrein haben Fahrradfahrer, die einen Führerschein besitzen auch den Führerscheinentzug zu befürchten, falls Sie betrunken gefahren sind und so andere Verkehrsteilnehmer gefährdet haben. Zudem erwartet einem Radfahrer, der eine Straftat begangen hat 3 Punkte in Flensburg, ein empfindliches Bußgeld, Führerscheinentzug sowie der Idiotentest (MPU). Nimmt der Fahrer nicht an einer MPU teil oder können es nicht erfolgreich absolvieren, müssen sie schließlich ihren Führerschein abgeben.

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