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Punkte in Flensburg auf den Punkt gebracht

Punkte sammeln gerne, aber bitte nicht in Flensburg! Das Punktesystem, dass erstmals im Jahr 1974 eingeführt wurde, dient der zentralen Registrierung von erheblichen und wiederholten Ordnungswidrigkeiten im deutschen Straßenverkehr. Ziel ist es, Wiederholungstäter zu identifizieren und mit einheitlichen Strafen zu einer verantwortungsvolleren Teilnahme am Straßenverkehr umzuerziehen.

Das System lehnt an verkehrspsychologische Untersuchungen an, die belegen, dass ein Punktesystem in Verbindung mit einem drohenden Fahrverbot effektiv zu einer Verhaltensveränderung im Straßenverkehr beiträgt. Zuständig für die Registrierung der Punkte ist das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), das die Punkte im Fahreignungsregister (FAER) speichert. Es ist ein ausgeklügeltes und gleichzeitig leicht verständliches System, das zum einen der Verkehrssicherheit und zum anderen als Abschreckung für Verkehrssünder dient. Punkte in Flensburg können allerdings nicht nur Kraftfahrzeugfahrer erhalten, sondern auch Fahrradfahrer und Fußgänger ab einem Alter von 12 Jahren.

Ratgeber

Das Punktesystem, auch Mehrfachtäter-Punktsystem genannt, wurde am 1. Mai 2014 grundlegend reformiert. Anstelle von 18 Punkten werden im neuen Punktesystem maximal 8 Punkte bis zur Entziehung der Fahrerlaubnis vergeben. Gleichzeitig werden Verkehrsdelikte aber nicht mehr mit bis zu 7 Punkten, sondern mit maximal 3 Punkten geahndet. Das alte Punktekonto von Verkehrssündern wurde nicht gelöscht, sondern die Punkte wurden umgerechnet und folglich im neuen Punktesystem übernommen. Die Umwandlung der Punkte und Übernahme ins neue Punktesystem konnte sich von Fall zu Fall entweder mit leichten Vor- oder Nachteilen für den jeweiligen Verkehrssünder auswirken. Generell gilt, dass ein Verkehrsdelikt ab einem Bußgeld in Höhe von 60 € oder mehr auch mit mindestens einem Punkt in Flensburg geahndet wird. Ausnahmen sind hier Ordnungswidrigkeiten, die keine direkte Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellen. Verkehrsdelikte, die keine direkte Gefahr für dritte Verkehrsteilnehmer darstellen, werden nicht mehr mit Punkten in Flensburg sanktioniert. Die Bußgelder für diese Delikte wurden jedoch bis auf das Doppelte erhöht; beispielsweise das Fahren in einer Umweltzone ohne (gültige) Plakette, das mit einem Bußgeld in Höhe von 80 € bestraft wird. Ein Punkt in Flensburg wird hier jedoch nicht vergeben, da dieses Delikt keine direkte Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellt.